14Mär

Tae Kwon Do

Bericht aus der Abteilung: TaeKwonDo

Eine neue Abteilung im VfL Hüls entsteht

Konstituierende Mitgliederversammlung der „neuen“ Taekwondoabteilung des VfL Hüls – Ein Nachtrag zur Gründung der neuen Abteilung

Für die meisten anderen Mitglieder des VfL Hüls unbemerkt hat sich Ende des letzen Jahres die Taekwondo-Sektion der bisherigen Kampfsportabteilung des VfL Hüls selbstständig gemacht. Inzwischen wurde auch die erste Mitgliederversammlung abgehalten, so dass der neue Vorstand und weitere Funktionsträger fest stehen.

Die Änderungen im Gefüge des VfL Hüls treten zum Jahresanfang 2011 in Kraft. Ab dem 01.01.2011 splitten sich die in der bisherigen Kampfsportabteilung zusammen gefassten Sportarten Judo / Jiu-Jitsu und Taekwondo (abgek. TKD) auf. Es gibt jetzt die zwei neuen Abteilungen Judo/Jiu Jitsu (ca. 175 Mitglieder) und Taekwondo (ca. 80 Mitglieder) und damit nun insgesamt 16 Abteilungen im VfL Hüls e.V.

Wie es dazu gekommen ist:

Meinungsverschiedenheiten auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr und die einfach aufgrund der höheren Stimmanteile (Judo 2/3 / TKD 1/3)  immer vorhandene Dominanz der Judosportler hatten dazu geführt, dass sich die TKD-Sektion der Kampfsportabteilung zunehmend mehr eigene Planungssicherheit und Unabhängigkeit gewünscht hat. Einige Taekwondosportler waren der Ansicht, sich in einer Außenseiterrolle wiederzufinden – vielleicht auch zu Recht. Mitte bis Ende des Jahres entschied eine kleine Gruppe der Sportler, dem Ruf der Mitgliederbasis folgend, eine Petition auszuarbeiten und diese als Antrag auf Einrichten einer selbständigen Abteilung dem Präsidium des VfL Hüls einzureichen. Das Präsidium des Hauptvereins stimmte dem Antrag auf Selbstständigkeit der Taekwondosportler zu.Vorstand_TKD

Am 29.12.2010 wurde dann die erste sogenannte konstituierende Mitgliederversammlung der neuen Abteilung einberufen. Wichtigste Aufgabe der Versammlung war natürlich die Wahl des Vorstandes, der nach der aktuellen Satzung des VfL Hüls mindestens aus Abteilungsleiter und dessem Stellvertreter bestehen muss.

Foto v.l.n.r.: Adam Tracz, Manuel Böhmer, Marcus Brieg, Patrick Brüns, Jürgen Brieg, Jürgen Brüns

Jürgen Brüns, seit über 30 Jahren Leiter der ehemaligen Kampfsportabteilung und von der Sportart her auch der neuen Taekwondo-Abteilung zugehörig, stellte gleich zu Beginn der Wahlen klar, dass er weder für das Amt des Abteilungsleiters noch für das Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters zur Verfügung stände. Der Neubeginn der Abteilung wäre nun auch die Chance, einen Generationswechsel in der Vorstandsriege herbei zu führen.

Das Wort Generationswechsel schien die Mitgliederversammlung wörtlich zu nehmen. Sie wählten nämlich Patrick Brüns, Sohn des bisherigen Vorsitzenden Jürgen Brüns, zum Abteilungsleiter. Brüns löst Brüns ab. Klarer kann ein Neubeginn nicht dokumentiert werden. Zweiter Mann am Steuerruder wurde Manuel Böhmer, künftig also stellvertretender Abteilungsleiter. Jürgen Brüns erklärte sich bereit, für eine Übergangszeit von vielleicht einer oder zwei Amtsperiode(n) seine Erfahrung in der Vorstandsarbeit weiter zu geben und die Abteilung mit anzuschieben. Er übernimmt künftig mit einstimmigem Votum der Mitglieder das Amt des Kassierers. Sein Kommentar: „ Was für Zeiten! Jetzt ist der Sohn schon der Chef vom Vater.“

Da sich viele Aufgaben besser erledigen lassen, wenn sie auf viele Schultern verteilt sind, wurden außerdem noch ein Sport-, Presse- und Jugendwart (bis zur Wahl eines Jugendwarts durch eine Jugendversammlung) gewählt. Diese Positionen werden nun von Jürgen Brieg, Marcus Brieg und Adam Tracz ausgefüllt.

Ein erfolgreicher Abteilungsstart zeichnete sich ab und es wird sicherlich spannend sein, zu sehen, was diese neue Abteilung in ihrem ersten Jahr mit der neu gewonnenen „Freiheit“ anfangen wird.

Der erste Kommentar des ersten Abteilungsleiters der neuen Taekwondoabteilung:
„Natürlich ist das für keinen der Beteiligten eine einfache Situation und auch erst recht keine einfache Entscheidung gewesen. Die Kampfsportabteilung war lange Jahre eine gut funktionierende Abteilung, die neben guten Vorstands- und Trainerleistungen auch auf der Solidarität zwischen den Judo- und Taekwondosportlern aufgebaut war. Und lange Zeit hat auch der Interessensausgleich gut funktioniert. So ein Entschluss will dann sorgsam überlegt sein, doch nach Abwägung aller Pro- und Contraargumente habe auch ich den Entschluss der Sportler meiner Abteilung unterstützt. Jetzt wo der Fall abgeschlossen ist, wollen wir uns in aller Freundschaft und Solidarität von den Judosportlern trennen. Immerhin sind wir alle Teil des gleichen Sportvereins und da steht solidarische und freundschaftliche Zusammenarbeit auch abteilungsübergreifend mit ganz oben auf unserer Fahne.

Jetzt, wo wir quasi „auf eigenen Beinen stehen“ bedeutet das für uns eine große Chance, aber auch große Verantwortung. Zum einen haben wir jetzt die seltene Chance etwas völlig Neues, eine ganz neue Abteilung mit zu gestalten. Auf unserer – was neue Ideen und Konzepte angeht sehr produktiven – Mitgliederversammlung gab es schon sehr gute Ansätze und ich hoffe, dass es uns im Vorstand nun gut gelingt, diese Ideen und Konzepte in die richtigen Bahnen zu lenken.

Zum Anderen tragen wir aber auch fortan die alleinige Verantwortung dafür, was im Bereich Taekwondo des VfL Hüls passiert und/oder machbar ist. Aber letztlich war ja auch das unser Ziel. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an!